Immunsystem


Autorin: Leonie Kraus ‎‏‏‎ ‎‏‏‎ ‎|‏‏‎ ‎‏‏‎ ‎‏‏‎Veröffentlicht am: 14. Oktober 2021‎‎‏‏‎ ‎‏‏‎ ‎‏‏‎ ‎|‏‏‎ ‎‏‏‎ ‎‏‏‎ ‎Aktualisiert am: 14. Oktober 2021‎‎‏‏‎

Immunsystem

Unser Immunsystem leistet täglich lebenswichtige Aufgaben: Es schützt unseren Körper vor Eindringlingen wie Bakterien, Viren oder Pilzen. Wenn es einwandfrei funktioniert, nehmen wir seine Arbeit kaum wahr.

Können die Eindringlinge jedoch durch die natürlichen Abwehrreaktionen eines gesunden Immunsystems nicht erfolgreich abgewehrt werden, was sich z. B. durch kurzzeitiges schlapp fühlen, Fieber, Schnupfen und Husten zeigen kann, werden wir anfällig für Infekte und es dauert sehr lange, bis wir wieder fit sind. Die Erkrankung könnte allerdings auch einen chronischen Verlauf nehmen.

Wie unser Immunsystem aufgebaut ist, wie es mit unserem Darm verknüpft ist und welche Mikronährstoffe unser Immunsystem wirklich braucht, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.

Aufbau und Funktion

Die Aufgabe des Immunsystems besteht darin, Fremdstoffe und Eindringlinge zu erkennen und abzuwehren. Egal ob bakterieller Infekt, hochinfektiöses Virus oder verdorbenes Essen: Ein starkes, aktives Immunsystem kann uns vor all diesen Belastungen schützen und ist so für unsere Gesundheit und für eine hohe Lebensqualität und optimale Leistungsfähigkeit verantwortlich.

Das Immunsystem kann durch sogenannte Antigene – also körperfremde Stoffe – aktiviert werden. Dazu gehören auch Proteine, die sich auf der Oberfläche von Bakterien, Pilzen und Viren befinden. Wenn diese Antigene an spezielle Rezeptoren von Immunzellen andocken, werden eine Reihe von zellulären Prozessen in Gang gesetzt. Nach dem ersten Kontakt mit einem Krankheitserreger werden in der Regel die entsprechenden Informationen gespeichert. Bei erneutem Kontakt können die Informationen sofort wieder abgerufen werden und der Körper kann den Erreger schneller abwehren.

Auch die Körperzellen besitzen solche Oberflächenproteine. Das Immunsystem kann da aber normalerweise unterscheiden und wirkt in der Regel nicht auf sie ein. Klassifiziert es die Zellen seines Körpers fälschlicherweise als Fremdkörper, spricht man von einer Autoimmunreaktion. Diese Abwehr kämpft dann gegen körpereigene und gesunde Zellen.

Wo befindet sich das Immunsystem und was hat der Darm mit unserer Immunabwehr zu tun?

Im Gegensatz zu Herz, Lunge oder Leber ist das Immunsystem kein abgeschlossenes Organ. Vielmehr ist es ein Zusammenspiel unterschiedlicher Bestandteile im Körper. Dazu gehören Haut und Schleimhäute sowie Milz, Mandeln und Lymphknoten. Gerade letztere machen sich schnell als Schwellung bemerkbar.

Das wichtigste Organ der körpereigenen Immunabwehr ist jedoch der Darm. Bis zu 80 % unserer Immunzellen befinden sich dort. Auch die Darmflora spielt eine wichtige Rolle, wenn es um unseren Immunschutz geht.

Es gibt viele Faktoren, die unser Immunsystem beeinflussen können und vor allem unseren Darm. Die Ernährung spielt dabei eine sehr große Rolle. Denn verschiedene Nährstoffe, Vitamine oder Spurenelemente übernehmen unterschiedliche Aufgaben in unserem Körper und tragen zum Beispiel zu einem gesunden Immunsystem bei. Dazu gehören unter anderem Vitamin C, welches besonders viel in Sanddornbeeren, Paprika, schwarzen Johannisbeeren und Petersilie enthalten ist, und Zink, welches besonders in Rindfleisch, Eiern, Pekannüssen und Roggenkeimlingen zu finden ist. Auch lösliche Ballaststoffe unterstützen als "Futter" für die guten Darmbakterien das Darmmilieu und die Verdauung. So können wir unsere Ernährung gezielt anpassen und über unseren Darm das Immunsystem positiv beeinflussen.

Da ein gesunder Darm maßgeblich zu einem intakten Immunsystem beiträgt, kann andererseits ein dysfunktionaler Darm auch die körpereigenen Abwehrkräfte schwächen. Der Darm reagiert zum Beispiel sehr empfindlich auf psychische Belastungen wie Stress. Um diesen kurzzeitigen Anstieg unserer Leistungsfähigkeit zu ermöglichen, wird die Energie aus dem Magen-Darm-Trakt entzogen und da eingesetzt, wo sie gebraucht wird. Das führt dazu, dass die normalen Darmtätigkeiten reduziert werden und sich die Bewegung des Darms verlangsamt. Die Darmzellen stellen außerdem weniger Sauerstoff und Nährstoffe zur Verfügung, was auch die Funktion des Immunsystems beeinträchtigen kann.

Umgekehrt kann aber auch ein schwaches Immunsystem Darmprobleme verursachen. Das heißt, wenn unser Immunsystem geschwächt ist, können sich Krankheitserreger im Darm schneller vermehren, was zu einer Verschlechterung unseres Darmmilieus führt und wir so leichter erkranken können.

4 Tipps, wie wir unser
Immunsystem stärken können:

Bringen Sie Abwechslung auf Ihren Teller, insbesondere mit saisonalen Lebensmitteln. Dinge, die keine langfristige Lagerung und keinen Transport benötigen, sind nährstoffreicher.

Bewegung ist besonders wichtig für ein gesundes Immunsystem. Am besten mehrmals in der Woche und an der frischen Luft.

Auch ausreichend Schlaf ist für ein gesundes Immunsystem wichtig. Im Durchschnitt sind sechs bis acht Stunden ideal. Dies ist jedoch bei jedem individuell. Bei einem gesunden Schlaf haben Zellen und Prozesse in unserem Körper Zeit, sich zu erholen. Wer viel Stress hat, kann auch durch Yoga oder autogenes Training für einen Ausgleich sorgen.

Ein gesunder Lebensstil bedeutet, Dinge von dem eigenen Körper fernzuhalten, die ihm nicht guttun. Nikotin verringert zum Beispiel die Anzahl unserer Antikörper, was zu einer Schwächung der körpereigenen Abwehr beiträgt. Auch unter Alkoholeinfluss werden die Immunzellen langsamer und können nicht so schnell auf Eindringlinge reagieren. Daher sollte auf Nikotin und Alkohol möglichst verzichtet werden.

Was schwächt unser Immunsystem?

Ein schwaches Immun­system kann verschiedene Ursachen haben, zum Beispiel Grund­erkrankungen, aber auch eine ungesunde Lebens­weise beeinträchtigen seine Leistungs­fähigkeit. Weitere Faktoren, die unser Immunsystem schwächen können, sind:
• Schlafmangel
• nährstoffarme Ernährung
• Stress
• Bewegungsmangel
• häufiger Konsum von Alkohol und Nikotin
• bestimmte Medikamente

Welche Mikronährstoffe braucht mein Immunsystem?

Neben den oben genannten Tipps können Sie Ihr Immunsystem auch durch die Aufnahme von Mikronährstoffen stärken.
Eine ausreichende Versorgung mit allen wichtigen Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen ist für ein gesundes Leben immer wichtig. Hier haben wir zusammengefasst, was für unser Immunsystem besonders wichtig ist:

Vitamin C
trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei und hilft dabei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Dies ist in der kalten Jahreszeit besonders wichtig. Außerdem unterstützt es einen normalen Energiestoffwechsel und trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.

Vitamin D
ist wichtig für das Immunsystem und der Körper braucht das ganze Jahr über Vitamin D. Gerade im Herbst und Winter ist auf eine ausreichende Versorgung zu achten, denn Vitamin D spielt eine wichtige Rolle für ein gesundes Immunsystem.

Zink
trägt nicht nur zu einer normalen Funktion unseres Immunsystems bei, sondern wirkt auch als Antioxidans, um den Körper vor oxidativem Stress zu schützen. Zink kann der Körper nicht selbst herstellen, weshalb eine regelmäßige Zufuhr von außen besonders wichtig ist.

Selen
fördert neben einer gesunden Funktion des Immunsystems auch den Schutz der Zellen vor oxidativem Stress sowie eine gesunde Funktion unserer Schilddrüse.

B-Vitamine
unterstützen rundum ein starkes Immunsystem: Sie sind wichtig für einen gesunden Energiestoffwechsel ‒ das Immunsystem benötigt sehr viel Energie ‒ und können zur Reduzierung von Müdigkeit und Ermüdung beitragen. Darüber hinaus schützt Vitamin B2 den Körper vor oxidativem Stress, der das Immunsystem schwächen kann.

Vitamin A
trägt zur Erhaltung gesunder Haut und Schleimhäute bei. Das ist wichtig, da unser Abwehrsystem neben Immunzellen auch aus Haut und Schleimhäuten besteht.

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