Lactoferrin


Autorin: Theres Eisenreich ‎‏‏‎ ‎‏‏‎ ‎|‏‏‎ ‎‏‏‎ ‎‏‏‎Veröffentlicht am: 3. Mai 2022‎‎‏‏‎ ‎‏‏‎ ‎‏‏‎ ‎|‏‏‎ ‎‏‏‎ ‎‏‏‎ ‎Aktualisiert am: 3. Mai 2022

Lactoferrin

Lactoferrin

Gut geschützt seit Anbeginn der Zeit

Kaum etwas arbeitet so effektiv und dabei (meist) heimlich im Hintergrund wie unser Immunsystem. Schon seit Millionen von Jahren, seit es den Menschen gibt, versucht es unsere Gesundheit aufrecht und Krankheiten aller Art von uns fernzuhalten. Dabei helfen ihm komplexe Immunstrukturen sowie zahlreiche Substanzen, die der Körper teilweise sogar selbst bilden kann, wie beispielsweise Lactoferrin.

Was ist Lactoferrin?

Lactoferrin ist ein multifunktionales, antivirales sowie antimikrobielles Immunprotein und Teil des angeborenen Immunsystems. Es gehört zu den sogenannten Glykoproteinen aus der Transferrin-Familie. Das bedeutet, dass es Eisen an sich binden kann und damit ebenfalls zu einem ausgeglichenen Eisenstoffwechsel beiträgt. Und damit sind wir auch schon fast der Namensgebung von Lactoferrin auf der Spur: Da es hauptsächlich in (Mutter)milch vorkommt, setzt sich der Name aus Lacto = Milch und Ferrin = Eisen zusammen.

Ein Tausendsassa ‒ wie wirkt Lactoferrin?

Stärkt die Abwehrkräfte

Lactoferrin wird von Schleimhäuten und einigen Drüsengeweben sowie von neutrophilen Granulozyten (bestimmte Immunzellen) freigesetzt. Letztere werden bei einer Entzündung zur Entzündungsstelle gelockt und setzen Lactoferrin dort frei. Es heftet sich an Viren, Bakterien und an giftige Bestandteile der Bakterienoberfläche und neutralisiert sie.

Lactoferrin hat außerdem immunmodulierende und damit positive Eigenschaften für unsere Körperabwehr: Lactoferrin kann einerseits einen entzündungsfördernden Effekt haben, wo dieser gerade ganz natürlich gebraucht wird, und andererseits eine Entzündung auch wieder auflösen, was beispielsweise bei stillen Entzündungen besonders wichtig ist. Zudem sorgt es bei einer Infektion dafür, dass das Gleichgewicht zwischen der Beseitigung von Krankheitserregern und der Toleranz gegenüber körpereigenem Gewebe aufrechterhalten bleibt.

Unterstützt den Eisenhaushalt und die Darmgesundheit

Wie oben schon erwähnt, kann Lactoferrin Eisen an sich binden, was beispielsweise bei einem Befall mit krankmachenden Erregern von Vorteil ist: Wird diesen Eindringlingen nämlich das Eisen entzogen, hemmt das auch ihr Wachstum und ihre Weiterentwicklung. Gleichzeitig verbessert Lactoferrin die Eisenverteilung im Körper und kann somit ergänzend bei einem Eisenmangel unterstützen.

Im Gegensatz zu den schlechten Erregern begünstigt Lactoferrin das Wachstum von probiotischen Bakterien und unterstützt damit eine gesunde Darmflora mit all ihren guten Bakterien. Es pflegt somit die Darmflora, bei gleichzeitiger Abwehr von schädlichen Bakterien und Viren.

Wo kommt Lactoferrin vor?

Da Lactoferrin zum angeborenen Immunsystem gehört, ist es in verschiedenen Körperflüssigkeiten zu finden. Die höchste Menge Lactoferrin findet man im menschlichen Colostrum. Das ist die Anfangsmilch, die Säuglinge beim Stillen nach der Geburt von ihrer Mutter bekommen: mit 8 mg pro ml Lactoferrin versorgt das Colostrum das Kleine und unterstützt damit dessen Immunsystem.

Lactoferrin findet man außerdem in der Tränenflüssigkeit, im Speichel, im Vaginalsekret und in der Samenflüssigkeit. Natürlich kommt es auch in den Schleimhäuten sowie direkt in den weißen Blutkörperchen (Immunzellen) vor, wo es in Verbindung mit dem Immunsystem steht.

Das angeborene Immunsystem ‒ so funktioniert es

Das unspezifische, uns angeborene Immunsystem, bildet sich bereits im Mutterleib aus und schützt uns ab Stunde Null bis zu einem gewissen Grad vor Eindringlingen. Es ist die erste Verteidigungslinie des Immunsystems und eine wichtige Schutzbarriere.
Verschiedene Abwehrmechanismen sorgen dafür, dass der Erstkontakt mit Erregern möglichst schnell beendet wird. Diese schauen wir uns mal genauer an:

Der Schutz der Haut, mit ca. 2 m2 Oberfläche, und der Schleimhäute von z. B. Nase, Mund, Rachen, Bronchien und dem Magen-Darm-Bereich (der Darm hat eine Oberfläche von unglaublichen 400 m2), nennt sich auch das haut- und schleimhautassoziierte Immunsystem. Während die Haut einen mechanischen Schutz des Körpers vor Eindringlingen darstellt, befördern die Schleimhäute der Bronchien die Erreger durch Einschleimen und Abtransportieren mithilfe der Flimmerhärchen nach draußen. Wird der Schleim heruntergeschluckt, beispielsweise nach Husten, erledigt die Magensäure den Rest. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint, hat tatsächlich die Schleimhaut des Darms über die Nahrung den intensivsten Kontakt zur Außenwelt. Hierüber werden Pilze, Bakterien, Viren und andere Erreger in den Körper geschleust. Die Abwehrfähigkeit einer gesunden Darmflora und Darmschleimhaut kann diese dann eliminieren.
Ein weiterer Mechanismus ist die Phagozytose: Hierbei werden Erreger durch große Fresszellen (Makrophagen) und kleine Fresszellen (neutrophile Granulozyten, d. h. eine Unterform der weißen Blutkörperchen) gefressen und verdaut. Makrophagen und neutrophile Granulozyten gehören zu den unspezifischen Abwehrzellen und sind in jedem Gewebe zu finden.
Die dendritischen Zellen des Immunsystems nehmen Bestandteile des vorher phagozytierten, d. h. verdauten Erregers auf und präsentieren diese sogenannten Antigene auf ihrer Zelloberfläche, um eine spezifische Immunantwort über die T- und B-Lymphozyten darauf auszulösen.
Auch das Komplementsystem ‒ ein System, das während einer Immunreaktion auf Oberflächen von Mikroorganismen aktiviert werden kann ‒ gehört zum angeborenen Immunsystem. Es hat in Form verschiedener nacheinander ablaufender Reaktionen Wichtiges zu leisten: Einer dieser Reaktionsschritte stellt beispielsweise das Durchlöchern von Bakterien dar, natürlich mit dem Ziel, sie unschädlich zu machen. Weitere Aufgaben sind zum Beispiel auch das Markieren von Erregern, damit sie als Eindringlinge schneller erkannt werden oder auch das Auslösen einer Entzündung, um Erreger besser zu beseitigen.

Zu guter Letzt sind noch die natürlichen Killerzellen (NK) zu nennen. Ihr Spezialgebiet ist es, virusinfizierte Zellen sowie Krebszellen zu erkennen und sie mittels Zellgiften zu vernichten.

Was ist bei der Auswahl eines
Lactoferrin-Produktes wichtig?

Aus verschiedenen Gründen kann es Sinn machen, ein hochwertiges Lactoferrin-Produkt zu supplementieren. Mittlerweile gibt es hiervon viele verschiedene auf dem Markt, sodass ein paar Anhaltspunkte hilfreich sind, um einen gut durch den Lactoferrin-Dschungel zu führen.

Hoher Reinheitsgrad

Da Lactoferrin meist aus der Kuhmilch gewonnen wird, ist es sehr wichtig, dass das extrahierte Protein gründlich gereinigt wird, um keine Toxine oder andere unerwünschte Störstoffe mehr zu enthalten.

Magensaftresistenz

Für eine vollumfängliche Wirkung von Lactoferrin ist es entscheidend, dass das Protein erst im Darm freigesetzt wird und nicht schon dem Magensaft „zum Opfer fällt”. Daher sind magensaftresistente Kapseln für ein gutes Lactoferrin-Produkt ein Muss.
Kleiner Hinweis: Aus diesem Grund sollten Lactoferrin-Kapseln auch nicht geöffnet und in Flüssigkeit aufgelöst werden!

Sinnvolle begleitende Substanzen

Lactoferrin hat viele positive Effekte auf den Körper, wie beispielsweise die Unterstützung eines gesunden Immunsystems sowie normalen Eisenstoffwechsels. Daher machen weitere Substanzen, wie ein gut verträgliches Vitamin C, großen Sinn, welches beides ergänzend unterstützt.

Welches Lactoferrin-Produkt gibt es von TISSO?

Pro Lactoferrin Immun beinhaltet hochreines Rinder-Lactoferrin in Premiumqualität, was zur Unterstützung der Abwehrkräfte und des Eisenhaushalts zusätzlich mit gepuffertem, magenfreundlichen Vitamin C kombiniert ist.

Der enthaltene Markenrohstoff Lactoferrin CLNTM verfügt dank patentierter zweistufiger Aufreinigung über einen einzigartig hohen Reinheitsgrad von
98 % und ist dadurch nachweislich bioaktiver als herkömmliche Lactoferrin-Produkte. Magensaftresistente Kapseln (DRcaps®) sorgen dafür, dass die Inhaltsstoffe erst im Darm freigesetzt werden und von der Magensäure verschont bleiben.

ohne Zusatzstoffe Glutenfrei Laktosefrei Fruktosefrei Frei von Schadstoffen Natürliche Inhaltsstoffe Hefefrei Hypoallergen Vegetarisch

Quellen:
Wang, B., et al., Lactoferrin: Structure, function, denaturation and digestion. Crit Rev Food Sci Nutr, 2019. 59(4): p. 580-596.
Berlutti, F., et al., Antiviral properties of lactoferrin--a natural immunity molecule. Molecules, 2011. 16(8): p. 6992-7018.
www.lactoferrin.de

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